TRIGON TRV-100

trv-100-frontosTRIGON TRV-100

Überarbeitet und nach der Frischzellenkur kaum wiederzuerkennen

Der TRIGON TRV-100, breitbandiger, schneller, im Klang klarer strukturiert, äußerst transparent, dabei geschmeidig und beflissener Diener der Musik:
Für 2500 Euro darf er mit seiner vielseitigen Ausstattung als Sonderangebot gelten und kann mit erheblich teureren Vorverstärkern konkurrieren.

Rickie Lee Jones The sermon on exposition boulevard

Rickie Lee Jones
The sermon on exposition boulevard

rickieleejones_sermonRickie Lee Jones seit 1979 und ihrem Debut ist mit 12 Alben eine feste Größe in meiner Platten- und CD-Sammlung. Die zweifache Grammy-Gewinnerin kann singen wie ein kleines Mädchen, fauchend und schneidend wie eine Hexe, aber auch voller Wärme und reifer Anmut.

Es war nie ihre Stimme, oder ihre Kunst des Sonwritings alleine oder die Sperrigkeit mit der sich ihr Werk der klischeehaften Katalogisierung immer wieder entzog, die mich fesselten, und auch nie der ‚audiophile Status‘ ihrer Produktionen.

Und jetzt das. Fast 4 Jahre nach ‚The evening of my best day‘, kommt RLJ mit ‚The sermon on exposition boulevard‘.

Auf dem Heimweg spät abends vom Kunden: RadioEins: Rickie Lee Jones! Rau, roh, verletzlich und zugleich souverän. ‚Nobody knows my name‘ Eine Annäherung an und Reflexion über Jesus, ein statement gegen Amerikas zur Schau getragene ‚Religiösität‘. Explizit in ‚Where I like it best‘, die Prediger im TV, die sich verneigen und zum öffentlichen Gebet aufrufen.
‚… and it feels so cold and meaningless … when you pray-pray alone by yourself in the secret room of your heart‘ … Das alles fußt auf neutestamentlichen Worten und Ermahnungen des Mannes aus Nazareth.

Die Texte sind komplett auf www.rickieleejones.com nachzulesen, dankenswerter Weise. Einiges ist verstörend, bewegend. Zugegeben für mich nicht alles verständlich, aber viel besser zu lesen, als in einem CD-Booklet.

Es klingt wie der der Versuch uns teihaben zu lassen, nicht mit fertigen Liedern und Arrangements zu bedienen, sondern uns zu fragen, ‚How do you pray in a world like this?‘.

‚The sermon on exposition boulevard‘ ist kein leichter Stoff, aber es ist eine wunderbare Platte, vielleicht ein großes Werk, und deshalb wärmstens empfohlen. Und ebenso, die ‚alten‘ RLJ Scheiben nochmal hervorzuholen, vielleicht ‚Pirates‘ oder ‚Flying Cowboys’…

David Friemann Tambour Rodney’s prallel universe

David Friemann Tambour
Rodney’s prallel universe

david_friedmannErgänzt um Jean Louis Matinier und sein virtuos gespieltes Akkordeon entführt das Trio um den Berliner Professor uns in Rodneys Parallelwelt.

Das Cover deutet schon die visuelle Dimension an, die beim Anhören unweigerlich entsteht. Die kollektiven Improvisationen entwickeln eine suggestive Kraft und wecken bei geschlossenen Augen filmische Assoziationen. So schön kann ‚Heimkino‘ sein.

Bisweilen spinnt sich ein musikalischer Gedanke von einem Instrument zum nächsten fort. Die dunklen Bassläufe Pepe Berns und die tiefen Klänge von Friedmans Marimbaphon bilden einen erdigen Gegenpol zu den weich schwebenden Klängen von Peter Wenigers Tenorsax und Matiniers Akkordeon.

Und auch Friedmans Vibraphon nimmt uns mit perlenden Klängen mit in luftige Höhen. Jeder Musiker nimmt sich die Freiheit zu längeren Soli und Improvisationen, um sich dann wieder zurückzunehmen und im Ensemble den Raum zu schaffen für einen der Kollegen.

Eine Veröffentlichung von frühlinghafter Zartheit!

Joan Armatrading Into the Blues

Joan Armatrading
Into the Blues

armatradingIch ging noch zur Schule und verbrachte viele Nachmittage und Abende mit Freunden beim Träumen von einer besseren Welt, beim Anhören neuer Musik, mit Experimenten und Erfahrungen von denen die ‚Alten‘ nichts wissen durften.

Bei der Musik dominierten die härteren Klänge. Jimi Hendrix, Neil Young, Frank Zappa, Led Zeppelin spielten unsere Musik.

Aber schon damals sang sich eine zarte Person mit ungeheurer Energie und viel Zärtlichkeit in mein Herz: Joan Armatrading!

„Whatever’s for us“, „Show some emotion“, „Me Myself I“ … seitdem, mal folkig, mal jazzig und mal rockig hat mich Joan Armatradings Stimme immer wieder gefreut, getröstet, nachdenklich gemacht.

Und soeben erscheint das neue Album, „Into the Blues“. Der Titel ist Programm. Dabei variiert die Engländerin ‚ihren Blues‘ von traditionell über soulig und auch mit trendigen breaks. So entstand ein spannendes Album, bodenständig und immer spannend, voller Gefühl und Wärme.

Mein Anspieltipp: ‚Secular songs‘ und ‚Play the blues‘.

Conjure Bad mouth

Conjure
Bad mouth

bm_conjureKip Hanrahan.
Seit den frühen 80ern bringt Hanrahan immer wieder die unterschiedlichsten Musiker zur Realisierung seiner Projekte zusammen.
Die Liste der Beteiligten ist lang und enthält prominente Namen wie Carla Bley, Taj Mahal, Don Pullen, Sting, Cico Freeman, Leo Nocentelli, Milton Cardona, Steve Swallow, Bobby Womack, Allen Toussaint, Jack Bruce… Exotica, Tenderness, Days and nights of the blue luck inverted… lauter Konzeptalben mit funky verschwitzten, jazzig verruchten, latinodurchtränkten Melodien und Rythmen – jedes eine Empfehlung wert und dank soulfood/enja jetzt auch wieder leichter in Deutschland erhältlich.

Das aktuelle Doppelalbum heißt ‚Bad mouth‘ und ist eine Fortsetzung des Conjure-Projektes, die dritte Veröffentlichung mit Texten des amerikanischen Poeten Ishmael Reed.

Die beteiligte Musiker sind diesmal:
– David Murray / ten sax,
– Horacio Hernandez / drums,
– Alvin Youngblood Hart / el.guit,
– Leo Nocentelli / el.guit,
– Billy Bang / violin,
sowie 5 weitere Perkussionisten.
Und natürlich Kip Hanrahan, der die Fäden zieht und auch immer wieder selbst hier und da Hand anlegt.

Das Werk startet mit einem gospelähnlichem ‚gestern bin ich gestorben, heute auferstanden‘ – der Song gerät zu einer brodelden Percussion-Orgie mit funkigen Gitarrensounds – und schon sind wir mittendrin.
Amerika 2006 – Irak, ‚in a war such things happen‘ zeigt in unverblümter Sprache, wie Besatzer und Besetzte immer tiefer in Konfrontation geraten, erzählt eine andere Seite zu den abendlichen Bildern der Nachrichten.

Zu vielem fällt mir erstmal nichts mehr ein, wenn ich Reed’s Texte gehört habe. CO2-Emissionen? – wo doch, wenn die Entwicklung anhält, jeder Amerikaner eines nahen Tages ein Auto in der Größe eines Greyhound-Busses besitzen möchte… Große Musik zu wichtigen Texten!

1984 bekam ich ‚Crueza de Mä‘

de_andre1984 bekam ich ‚Crueza de Mä‘, eine Schallplatte des italienisches Sängers Fabrizio de Andre geschenkt.
Eine wunderbare Musik, melancholisch, zärtlich, aber auch politisch, Stellung beziehend, wütend ,traurig.

De Andre singt mit unverwechselbarer Stimme im Dialekt seiner Heimat Genua. Er singt von verblühter Liebe, von Sehnsucht, singt über Mord und Totschlag, und nimmt mich mit auf eine Reise der Gefühle.

1999 ist de Andre gestorben, gerade mal 59 Jahre alt.
Aber es gibt von ihm noch seine Musik. Ebenso wie ‚Cruza de Mä‘ möcht ich ‚Le Nuvole‘ empfehlen, oder vielleicht ‚Anime salve‘ … oder …
Die Doppel-CD ‚1991 CONCERTI‘ ist vielleicht am besten geeignet einen Eindruck von de Andres Bedeutung, von seiner Präsens und von seiner musikalischen Vielfältigkeit zu vermitteln.

Und wer sich in Fabrizio de Andres Poesie vertiefen möchte, aber des Italienischen bzw. des genuesischen Dialektes nicht mächtig ist sei auf folgende website verwiesen: muh.info

Herbie Hancock River-the Joni letters

Herbie Hancock
River-the Joni letters

hancockZeitgleich und ganz anders begegnet uns Joni Mitchell auf Herbie Hancocks ‚River – the Joni letters‘. Von Altmeister Hancock kommt eine Würdigung der Komponistin, mit der ihn eine 30-jährige Freundschaft verbindet. Er präsentiert uns eine wunderbare Sammlung von Joni Mitchell Kompositionen in jazzigen Interpretationen.

Jenseits langweiliger Jazz-Standards entwickeln Herbie Hancock, Wayne Shorter, Dave Holland, Vinnie Colaiuta Lionel Loueke eine immense Spielfreude, deren Intensität Norah Jones zu einer berührenden Version des wehmütigen „Court and Spark“ mitreißt.

Tina Turner gelingt eine zeitose Interpretation vom 75’er „Edith and the Kingpin“.
Joni Mitchell selber trägt „Tea Leaf Prophecy“ bei, hier geht um Ereignisse im Leben ihrer Mutter, und darum, wie es überhaupt dazu kam, dass die kleine Joni auf die Welt kam.

Für mich ganz besonders und auch das schönste Stück auf „River“ ist jedoch Leonard Cohens Sprechgesang, mit dunkler mystischer Stimme rezitiert er das surreale „The Jungle Line“.
Begeitet nur von Hancocks Improvisation am Flügel – ergreifend und wunderbar! Hier wird nicht nur gecovert – Herbie Hancock nimmt jeden Text ernst, ergründet ihn, so entstehen die Songs neu und die Grenzen zwischen Jazz/Folk/Blues und Pop werden (wieder einmal) gesprengt.

Dafür lieber Herbie: Danke!

Joni Mitchell Shine

Joni Mitchell
Shine

mitchellSchon früh hat Joni Mitchell jenseits der Schublade der Singer/Sonwriterin gesucht, geforscht, experimentiert und gefunden. Mit den Musikern von Weather Report, mit Neil Young, Thomas Dolby, Herbie Hancock und vielen anderen.

Auf ihrem neuen Album, das erste mit neuen Liedern fast 10 Jahre nach der Veröffentlichung von „Taming the tiger“, leistet sie sich eine Neueinspielung ihrer „Big yellow taxi“-Vision. Nicht mehr piepsig mädchenhaft wie auf dem 73’er Album „Ladies of the canyon“ sondern mit rauer und reifer Stimme.
Leider haben wir in der Zwischenzeit tatsächlich manches Paradies zubetoniert, dem Planeten Erde viel zugefügt, die Welt damit ärmer gemacht.

25 Jahre später singt Joni jetzt, „hätte ich ein Herz, ich würde weinen – wir machen diese Welt zu unserem Beerdigungs-Scheiterhaufen…“. (If I had a heart). Wenn Joni kein Herz hätte, könnte sie solch gefühlvolle, traurige und auch trotzige Lieder wohl nicht schreiben.

Schön dabei, dass sie von ihrer musikalischen Intensität, von ihrer poetischen Kraft und ihrer politischen Integrität nichts verloren hat.
Auch wenn Joni Mitchell von sich selber sagt, sie sei in erster Linie immer Malerin und erst in zweiter Linie Musikerin gewesen, beweist ‚Shine‘ einmal mehr, welch großartige Komponistin, Multi-Instrumentalistin und Interpretin sie ist.

Meridian DSP420 und Meridian G91

produkt_juni2Meridian DSP420 und Meridian G91

Als ich die erste Installation mit Meridians genialen Einbaulautsprechern DSP420 und dem multifunktionalen G91 ausgeführt habe, war ich gespannt.

Wohlvertraut mit den Qualitäten der ‚Gehäuse-DSP-Lautsprecher‘ war ich dann aber doch überrascht wie perfekt und einfach eine fast unsichtbare High-End-Anlage aufzubauen ist.

Und das klangliche Erlebnis war ebenso überzeugend.

Egal ob 2-Kanal oder Heimkino bietet das Konzept der digitalen Wandeinbaulautsprecher eine hervorragende Alternative für alle, die viel hören, aber keine Lautsprecher sehen wollen.

Übrigens ist ein passender digitaler Einbau-Subwoofer in Kürze verfügbar.