
| > archiv musikempfehlungen |
Dhafer Youssefdieser Mann hat eine nicht nur eine spannende > Biographie. “Es ist nicht nur Abu Nuwas’ Rhapsodie, sondern auch meine. Und vielleicht auch die des Hörers”, erläutert Dhafer Youssef. “Es geht um Mystizismus, Sexualität, Spiritualität und mehr noch als alles andere um Liebe. Die Geschichte wiederholt sich durch unsere Persönlichkeiten, und als Araber denke ich manchmal, daß ich eigentlich in Abu Nuwas’ Zeit gehört hätte, oder vielleicht auch er in meine.” War mir Dhafer Youssef bisher vor allem durch seine spannenden und überaus gelungenen Experimente mit den Protagonisten der norwegischen Nu-Jazz-Szene (N.P. Molvaer, Bugge Wesseltoft...) aufgefallen, so schlägt er nun einen akustisch-jazzigeren Weg ein. Begleitet vom armenischen Pianisten Tigran Hamasyan, der seine klassische Schule nicht verleugnet, dem kanadischen Bassisten Chris Jennings um dem amerikanischen Schlagzeuger Mark Giuliana führt er uns auf verschlungene melodische Pfade. Es geht um Liebe, Sinneslust und Spiritualität. Und so wie im wahren Leben ist es denn auch in dieser Musik, manchmal schwer und melancholisch, mitunter geradezu aufregend und spektakulär. Fürwahr ein sinnliches, ein schönes und bewegendes Album. Max Schlundt (April 2010) > Zurück zum Archiv
|
|||