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> C O N J U R E
> "Bad mouth"
Kip Hanrahan.
Seit den frühen 80ern bringt Hanrahan immer wieder
die unterschiedlichsten Musiker zur Realisierung seiner Projekte
zusammen.
Die Liste der Beteiligten ist lang und enthält prominente
Namen wie Carla Bley, Taj Mahal, Don Pullen, Sting, Cico Freeman,
Leo Nocentelli, Milton Cardona, Steve Swallow, Bobby Womack, Allen
Toussaint, Jack Bruce… Exotica, Tenderness, Days and nights of the
blue luck inverted… lauter Konzeptalben mit funky verschwitzten,
jazzig verruchten, latinodurchtränkten Melodien und Rythmen – jedes eine
Empfehlung
wert und dank soulfood/enja jetzt auch wieder leichter in Deutschland
erhältlich.
Das aktuelle Doppelalbum heißt 'Bad mouth' und ist eine Fortsetzung des
Conjure-Projektes,
die dritte Veröffentlichung mit Texten des amerikanischen Poeten Ishmael
Reed.
Die beteiligte Musiker sind diesmal:
– David Murray / ten sax,
– Horacio
Hernandez / drums,
– Alvin Youngblood Hart / el.guit,
– Leo Nocentelli / el.guit,
– Billy Bang / violin,
sowie
5 weitere Perkussionisten.
Und natürlich Kip Hanrahan, der die Fäden zieht
und
auch immer wieder selbst hier und da Hand anlegt.
Das Werk startet mit einem gospelähnlichem 'gestern bin ich gestorben, heute
auferstanden' – der Song gerät zu einer brodelden Percussion-Orgie mit funkigen
Gitarrensounds – und schon sind wir mittendrin.
Amerika 2006 – Irak, 'in a war such things happen' zeigt in unverblümter
Sprache,
wie Besatzer und Besetzte immer tiefer in Konfrontation geraten, erzählt
eine
andere Seite zu den abendlichen Bildern der Nachrichten.
Zu vielem fällt mir erstmal nichts mehr ein, wenn ich Reed's Texte gehört
habe.
CO2-Emissionen? – wo doch, wenn die Entwicklung anhält, jeder Amerikaner eines
nahen
Tages ein Auto in der Größe eines Greyhound-Busses besitzen möchte… Große Musik zu wichtigen Texten!
Max Schlundt (July/August 2007) > Zurück zum Archiv |
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